Andacht des Monats

Liebe Freunde,

vor einem Vierteljahr sagte mein Mann zu mir, bald ist dieses Jahr wieder vorbei.- Man kann es kaum glauben, wie die Zeit vergeht. Heute stehen wir schon wieder am Beginn eines Neuen Jahres. Was ist eigentlich neu? Eine Zahl. Zwölf statt elf. Für die meisten bleibt aber alles beim Alten: derselbe Wohnort, dieselbe Arbeitsstelle, dieselbe Schule. Uns beschäftigen dieselben Sorgen und Nöte wie im alten Jahr. So wirklich neu ist das nicht, dieses Jahr 2012. Zur Bilanz und neuen Zielen eignet der Jahreswechsel sich gewiss.
Trotzdem: Wir wissen nicht, was das neue Jahr bringen wird und so stehen wir an einer Stelle, die wenigstens an diesem Punkt vergleichbar ist mit der Situation, aus Josua 1, 1 – 9 im Alten Testament.
Endlich war das Volk Israel an der Stelle, von der die Alten einst mit strahlenden Augen gesagt hatten: „Wir ziehen ins gelobte Land.“ Aber ein Fluss trennte sie von diesem heißersehnten Ziel. Diesen Fluss sollten sie nun durchqueren. Wie sollten sie alle da durchkommen? Wäre es nicht besser, hierzubleiben. – Hierbleiben, das hieße an Gott zu zweifeln, denn sie hatten eine großartige Zusage Gottes in ihrem „Gepäck.“ –
Josua 1,9 Habe ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fürchte dich nicht! Denn mit dir ist der HERR, dein Gott, wo immer du gehst.
Nicht der reißende Jordan konnte Gott aufhalten – er versichert seinem Volk, „Wenn ihr durch dieses Wasser hindurchgeht, werde ich euch begleiten in ein neues Land – in ein neues Leben.“
Das Volk ging durch das Wasser hindurch und sie erlebten nach vielen Jahren geistlicher Durststrecke dieses Wunder. Sie kamen alle gesund und munter an das andere Ufer in das gelobte Land.
Gehen wir tausend Jahre weiter – fast 1300 Jahre. Es ist fast an derselben Stelle. Ein Mensch, den man wie Mose zu den Propheten zählt, steht dort am Jordan. Er ermahnt die Menschen, die Gebote Gottes zu halten, zu ihrem Gott umzukehren. Diejenigen, die es nur scheinheilig tun wollen, schickt er fort. Er sagt: Es ist eine neue Zeit angebrochen! Noch während er diese Worte sagt, gibt er zu verstehen: „Meine Zeit ist vorbei! Ich bin nur ein Wegbereiter für dieses neue Land, dieses neue Reich Gottes!“
Als Zeichen für den Übergang in dieses neue Land Gottes taucht er Menschen in den Fluten des Jordan unter – er tauft sie. Deshalb nennt man ihn auch „den Täufer“, Johannes den Täufer.
Da kommt Josua. So ist sein hebräischer Name. Wir kennen ihn besser mit seinem griechischen Namen „Jesus“. Er führt Menschen in das neue Reich Gottes, jenes Land, das genauso unbekannt ist wie das verheißene Land für die Israeliten damals. Dieses Mal ist es wirklich ein Reich des Friedens. Dieses Reich gilt nicht einigen wenigen, sondern alle Völker sind eingeladen. Bei diesem Reich muss man keine Ortsangaben machen, wo es beginnt und bis wohin es reicht, denn es ist ewig. Ewig ist es auch im zeitlichen Sinn. Denn durch dieses Reich Gottes bricht Gottes Ewigkeit in unsere Zeit herein und es überdauert nicht ein paar Generationen, sondern eben „in Ewigkeit.“
Mit seinem ganzen Leben setzt sich der HERR Jesus ein, damit viele in dieses Reich Gottes hineinkommen. Dafür gibt er sein Leben hin und bekommt es neu geschenkt. Diese Zusage gilt dann allen, die IHM nachfolgen.
Nachfolge hieß für die Israeliten zur Zeit Josua: ihm hinterherzugehen in das versprochene Land.
Nachfolge heißt für uns: Jesus nachzufolgen in Gottes ewiges Reich. Gottes Zusage gilt auch für 2012 das neue Jahr „Ich bin mit dir, wohin du auch gehst und diese Zusage trägt durch viele schwierigen Entscheidungen hindurch.
Heute, auf den ersten Schritten in das neue Jahr, lässt uns der HERR Jesus wissen: „Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.“
Darum bleiben wir nicht bei dem stehen, wie weit uns Gott geführt hat, sondern gehen auch im Jahr 2012 weiter mit IHM.

Mit liebem Gruß
Ihre Marianna Nowak

Diese Geschichte ist nachzulesen in der Bibel im Markus-Evangelium Kapitel 10, Verse 17 – 27